placespotting - Landkartenrätsel mit Google-Maps

Juni 6, 2008

Eine interessante und lehrreiche Spielerei ist die Landkartenausschnittssuche bei placespotting.com Für echte Harz-Kenner dürfte das folgende Suchspiel mit Leichtigkeit zu lösen sein: Harzkarten-Rätsel


Hexenverfolgung heute

Februar 23, 2008

Es gab vor einigen Jahrhunderten in Deutschland und im Harz ebenso wie in vielen anderen Regionen Europas einen weit verbreiteten Hexenglauben und auch entsprechende Hexenverfolgungen und Hexenverbrennungen. Manche volkstümelnde Traditionen erinnern uns noch heute daran (mehr Infos hier).

Nun mag man meinen, Hexen- wie Teufelsglauben sowie Hexenverfolgungen wären das Merkmal einer schaurig-finsteren und unaufgeklärten Vergangenheit und heute völlig undenkbar. Für Deutschland trifft dies natürlich auch zu, aber es gibt dennoch auch noch in unserer Zeit - im Jahre 2008 - genau solch eine absurde Denkweise und dieses rational nicht nachvollziehbare Verhalten in anderen Gegenden der Welt. Ein konkreter Fall macht aktuell Schlagzeilen, wo eine “Hexe” in Saudi-Arabien enthauptet werden soll.


Das längste Konzert der Welt

Februar 15, 2008

An dieser Stelle soll auf eine wahrhaft einmalige musikalische Veranstaltung hingewiesen werden, auch wenn der Beginn derselben bereits einige Jahre zurück liegt. Es handelt sich um ein Orgelkonzert, welches am 5. September 2001 begann und das John-Cage-Stück Organ²/ASLSP zur Aufführung bringt.
Nun werden Sie vielleicht denken, daß dieser Hinweis hier reichlich spät kommt. Das mag sein.
Doch sei Ihnen gesagt, daß es Ihnen ohnehin nicht vergönnt sein wird, die gesamte Musikdarbietung miterleben zu können. Das Ende dieses Konzertes ist nämlich auf den 4. September 2640 festgelegt worden, und zu diesem Termin werden Sie sicherlich verhindert sein. Doch in der Zwischenzeit finden Sie bestimmt die Gelegenheit, um für einen kurzen Moment dem längsten Konzert der Welt in der St. Burchardi-Kirche in Halberstadt zu lauschen. Eintrittskarten für diese Veranstaltung werden übrigens nicht verkauft.
Mehr Infos erhalten Sie hier.


Familienausflug zur Glasmanufaktur

Februar 12, 2008

Erstaunlich vielseitig präsentiert sich die Glasmanufaktur “Harzkristall” bei Derenburg. Hier ist es dem Besucher möglich, allerlei Dinge über die Glasherstellung zu erfahren, an einer entsprechenden Führung teilzunehmen, die Glasbläser bei ihrer Arbeit zu beobachten und die so entstandenen Produkte anschließend zu kaufen.
Das alles wäre genug, um den Besuch der Glasmanufaktur zu empfehlen. Doch Sie erwartet dort noch vieles mehr, z.B. ein Cafe.
Falls Sie auch das noch immer nicht zu einem Besuch motivieren sollte, so sei Ihnen gesagt, daß Sie auf dem Gelände durch einen schönen Park spazieren, einen künstlichen Wasserfall betrachten oder auf einer Parkbank ausruhen können - und all das, während ihre Kinder sich auf einem Abenteuerspielplatz austoben.

Der Besuch der Glasmanufaktur ist somit eine gute Idee für einen Tagesausflug mit der ganzen Familie.


Tanz in den Mai

Januar 28, 2008

Der Winter ist in diesem Jahr gar kein richtiger - und weil auch im Harz der Schnee sich rar macht, fällt es um so leichter, einen Blick nach vorn ins bald kommende Frühjahr zu werfen.

Am letzten Apriltag treffen sich bekanntlich allerorts die Menschen, um das endgültige Ende des Winters freudig zu feiern. Im Harz verkleiden sich zu diesem Anlaß viele Frauen als Hexen und entsprechend die Männer als Teufel. Es gibt dazu viel Musik und Tanz, Theater, Lagerfeuer und oft als Abschluß gegen Mitternacht ein Feuerwerk. All das ist unter dem Namen Walpurgisnacht sehr populär und über die Grenzen des Harzes hinaus bekannt.

In anderen Regionen Deutschlands ist der Begriff “Walpurgisnacht” aber weniger geläufig oder teilweise sogar völlig unbekannt. Doch auch dort gibt es Feiern und Volksfeste in jener Nacht zum ersten Mai. Vielerorts werden diese Feierlichkeiten dann unter dem Oberbegriff “Tanz in den Mai” veranstaltet.

Einige Gäste das Harzes kommen daher Ende April gar nicht wegen der Walpurgisnacht hierher, wollen aber möglicherweise dennoch in den Mai hineintanzen. Und so kommt es, daß es in vielen Harzorten Walpurgisfeiern mit “Tanz in den Mai” gibt. So haben nun alle einen Grund zum Feiern - und hoffentlich viel Spaß dabei.

Noch ist es etwas Zeit bis zum 30. April und daher genug Gelegenheit für Sie, in Ruhe ihre diesjährige Harzreise zu planen. Wenn Sie sich schon heute über die Walpurgisfeiern bzw. den Tanz in den Mai informieren möchten, finden Sie hier bereits einige Veranstaltungshinweise.


Bilder aus dem Harz

Januar 20, 2008

Jetzt muß doch hier mal dringend auf eine neue Webseite hingewiesen werden, welche sich dem bisher noch nie dagewesenen und daher schwer innovativen Thema “Bilder aus dem Harz” verschrieben hat. ;-)

Neben den Fotos der üblichen Verdächtigen - Brocken, Schmalspurbahn, Burgruinen und (wie aufregend!) seltene Pflanzen :*) gibt es da auch eines mit einem doch recht ungewöhnlichen Vorgang. Es zeigt einen Drachen, dem die Zähne geputzt werden. Nun ist der Drache als solcher zwar im Harz nicht heimisch*, wird aber dennoch als Gegner für die diversen und immer populärer werdenden Ritterspiele und -kämpfe benötigt. Daß dabei auch auf Zahngesundheit wert gelegt wird, gehörte aber bisher nicht mit zum Allgemeinwissen. Böse Zungen behaupten dagegen, daß die Zahnreinigung nur deshalb durchgeführt wird, um den unerträglichen Mundgeruch dieser Bestien zu beseitigen. Auf diese Weise soll angeblich Chancengleichheit und ein fairer Kampf gewährleistet werden.

Foto: Zähneputzen beim Drachen

*Damit besteht auch keine Gefahr, daß er hier eventuell wieder angesiedelt werden könnte. ;-)


Webcams im Harz

Januar 4, 2008

Wer einen Tagesausflug plant, möchte sich meistens vorher über das Wetter am Ausflugsziel informieren. Eine gute Hilfe sind in diesem Fall Webcams, welche an vielen prominenten Orten installiert sind. Auf den Bilder läßt es sich leicht erkennen, ob ein Besuch an diesem Ort zur Zeit lohnenswert ist.

Doch auch wer nur virtuell verreisen möchte, kann dieses mittels Webcam tun. Oft sind auf der betreffenden Seite außerdem weitere Bilder der letzten Stunden vorhanden.

Eine kleine Übersicht über Webcams im Harz finden Sie hier.


Willst du deinen Wald vernichten - pflanze Fichten, nichts als Fichten.

Dezember 29, 2007

Im Mittelalter war der Harz fast vollständig abgeholzt worden, da dieser Rohstoff als Baumaterial für Häuser, Dämme und Bergwerksstollen sowie als Energielieferant benötigt wurde. Die kahlen Flächen forstete man mit einer Baumart auf, die zwar anfällig für Sturm und Ungeziefer ist, aber dafür sehr schnell wächst - mit Fichten. Die damit verbundenen Risiken nahm man bereitwillig in Kauf, so wie wir es heute mit anderen Dingen ebenfalls tun.

Die Fichtenbestände im Harz sind heute geplagt von einem starken Befall mit Borkenkäfern. Hierzu muß man wissen, daß die Fichte nicht von Natur aus im Harz beheimatet ist, sondern dort ausschließlich zur schnellen Nutzholzgewinnung angepflanzt wurde. Die Heimat der Fichte liegt in nördlicheren Regionen. Normal wäre im Harz ein von Buchen beherrschter Mischwald. Die in weiten Teilen des Harzes vorherrschende Fichten-Monokultur ist besonders anfällig für Schädlinge wie den Borkenkäfer, zumal die Fichten durch das sich in letzter Zeit erwärmende Klima besonders gestreßt und geschwächt sind. Nun wird die Fichte von diesem Käfer von denjenigen Standorten verdrängt, auf denen sie nicht heimisch ist. Dieser Prozeß wird sich in den nächsten Jahren vermutlich noch weiter verstärken, so daß in einer Art natürlicher Auslese die Fichte aus dem Harz verdrängt wird und an ihre Stelle andere Baumarten - vor allem Buchen - treten werden.

So sorgt der Klimawandel dafür, daß sich im Harz wieder ein ursprünglicher Mischwald entwickeln kann, so wie er hier schon vor mehr als eintausend Jahren zu finden war. Dies ist ein schönes Beispiel dafür, wie es der Natur wieder einmal gelingt, sich selbst zu regenerieren und menschliche Fehler auszugleichen.


Fiat Luchs

Dezember 29, 2007

Nun ist es beinahe 190 Jahre her, daß der reitende Förster Spellerberg aus Lautenthal den letzten frei lebenden Luchs im Harz mit Hilfe von etwa 200 weiteren Jägern und Treibern nach zweieinhalbwöchiger Treibjagd zur Strecke bringen konnte. War man damals - im Jahre 1818 - froh darüber, diese größte einheimische Raubkatze aus den Harzer Wäldern beseitigt zu haben, so geht man heute im Harz den genau entgegengesetzten Weg: Seit Beginn des neuen Jahrtausends werden hier wieder Luchse ausgewildert. Noch ist die Population aber viel zu klein, um sich langfristig selbst erhalten zu können.

Normalerweise stellen diese recht scheuen Tiere für den Menschen keine Gefahr dar, da sie dessen Nähe meiden. Dennoch sollten Sie bei einer zufälligen Begegnung mit einem Luchs nicht vergessen, daß sie es bei dieser Großkatze mit einem Raubtier zu tun haben.

Dem Luchs wurden übrigens in früherer Zeit die Eigenschaften hellhörig und verstohlen zugesprochen. Noch heute sind uns Redewendungen wie „er hat Ohren wie ein Luchs“ oder „jemandem etwas abluchsen“ geläufig.

Um nochmals auf den eingangs erwähnten Förster Spellerberg zurückzukommen: An sein Jagdglück erinnert im Wald zwischen Seesen und Lautenthal ein Gedenkstein.


Rastplatz mal anders

Dezember 27, 2007

Manchmal findet der Wanderer mitten im Wald einen Rastplatz, wo er seinen müden Beinen eine kurze Ruhepause verschaffen kann. Meist stehen in solch einem Fall mehr oder weniger einladende Bänke herum, umgeben von Infotafeln, Wegweisern und einem Papierkorb (Und oft waren vor einem schon Leute da, die noch nie in die Bedeutung und Funktionsweise eines Papierkorbes eingewiesen worden sind).

Während aber Infotafeln, Wegweiser und Papierkörbe nicht zwingend zum Rastplatz gehören - Bänke sind (in welchem Zustand auch immer) - stets vorhanden.
So ist es der Normalfall - auch im Harz.

Wer allerdings in den Bergen südlich von Bad Harzburg unterwegs ist, erlebt eine kleine Überraschung.