Dezember 29, 2007
Im Mittelalter war der Harz fast vollständig abgeholzt worden, da dieser Rohstoff als Baumaterial für Häuser, Dämme und Bergwerksstollen sowie als Energielieferant benötigt wurde. Die kahlen Flächen forstete man mit einer Baumart auf, die zwar anfällig für Sturm und Ungeziefer ist, aber dafür sehr schnell wächst – mit Fichten. Die damit verbundenen Risiken nahm man bereitwillig in Kauf, so wie wir es heute mit anderen Dingen ebenfalls tun.
Die Fichtenbestände im Harz sind heute geplagt von einem starken Befall mit Borkenkäfern. Hierzu muß man wissen, daß die Fichte nicht von Natur aus im Harz beheimatet ist, sondern dort ausschließlich zur schnellen Nutzholzgewinnung angepflanzt wurde. Die Heimat der Fichte liegt in nördlicheren Regionen. Normal wäre im Harz ein von Buchen beherrschter Mischwald. Die in weiten Teilen des Harzes vorherrschende Fichten-Monokultur ist besonders anfällig für Schädlinge wie den Borkenkäfer, zumal die Fichten durch das sich in letzter Zeit erwärmende Klima besonders gestreßt und geschwächt sind. Nun wird die Fichte von diesem Käfer von denjenigen Standorten verdrängt, auf denen sie nicht heimisch ist. Dieser Prozeß wird sich in den nächsten Jahren vermutlich noch weiter verstärken, so daß in einer Art natürlicher Auslese die Fichte aus dem Harz verdrängt wird und an ihre Stelle andere Baumarten – vor allem Buchen – treten werden.
So sorgt der Klimawandel dafür, daß sich im Harz wieder ein ursprünglicher Mischwald entwickeln kann, so wie er hier schon vor mehr als eintausend Jahren zu finden war. Dies ist ein schönes Beispiel dafür, wie es der Natur wieder einmal gelingt, sich selbst zu regenerieren und menschliche Fehler auszugleichen.
Einen kleinen optischen Eindruck vom borkenkäfergeplagten Harzer Fichtenwald finden Sie auf diesem Bild vom Gipfel der Schalke im Oberharz.
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Dezember 29, 2007
Nun ist es beinahe 190 Jahre her, daß der reitende Förster Spellerberg aus Lautenthal den letzten frei lebenden Luchs im Harz mit Hilfe von etwa 200 weiteren Jägern und Treibern nach zweieinhalbwöchiger Treibjagd zur Strecke bringen konnte. War man damals – im Jahre 1818 – froh darüber, diese größte einheimische Raubkatze aus den Harzer Wäldern beseitigt zu haben, so geht man heute im Harz den genau entgegengesetzten Weg: Seit Beginn des neuen Jahrtausends werden hier wieder Luchse ausgewildert. Noch ist die Population aber viel zu klein, um sich langfristig selbst erhalten zu können.
Normalerweise stellen diese recht scheuen Tiere für den Menschen keine Gefahr dar, da sie dessen Nähe meiden. Dennoch sollten Sie bei einer zufälligen Begegnung mit einem Luchs nicht vergessen, daß sie es bei dieser Großkatze mit einem Raubtier zu tun haben.
Dem Luchs wurden übrigens in früherer Zeit die Eigenschaften hellhörig und verstohlen zugesprochen. Noch heute sind uns Redewendungen wie „er hat Ohren wie ein Luchs“ oder „jemandem etwas abluchsen“ geläufig.
Um nochmals auf den eingangs erwähnten Förster Spellerberg zurückzukommen: An sein Jagdglück erinnert im Wald zwischen Seesen und Lautenthal ein Gedenkstein.
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Dezember 27, 2007
Manchmal findet der Wanderer mitten im Wald einen Rastplatz, wo er seinen müden Beinen eine kurze Ruhepause verschaffen kann. Meist stehen in solch einem Fall mehr oder weniger einladende Bänke herum, umgeben von Infotafeln, Wegweisern und einem Papierkorb (Und oft waren vor einem schon Leute da, die noch nie in die Bedeutung und Funktionsweise eines Papierkorbes eingewiesen worden sind).
Während aber Infotafeln, Wegweiser und Papierkörbe nicht zwingend zum Rastplatz gehören – Bänke sind (in welchem Zustand auch immer) – stets vorhanden.
So ist es der Normalfall – auch im Harz.
Wer allerdings in den Bergen südlich von Bad Harzburg unterwegs ist, erlebt eine kleine Überraschung.
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Dezember 27, 2007
Am 1. Januar 2008 feiert der Online-Reiseführer harzlife.de seinen achten Geburtstag. Auch wenn dieser Geburtstag nicht besonders „rund“ ist, soll diese Tatsache dennoch nicht unerwähnt bleiben. Schließlich hat harzlife.de im regionalen Rahmen Maßstäbe gesetzt wie nur wenige andere Webseiten zum Thema „Harz“. Es ist nicht übertrieben zu sagen, daß diese Webseite eine gewisse Meinungs- und Deutungshoheit besitzt. Zahlreiche weitere Harzer Webangebote übernehmen folgerichtig die Darstellungsweise von harzlife.de – meist ohne jedwede inhaltliche Abstriche.
Für das neue Jahr also dem Harzer Online-Reiseführer von hier aus alles Gute und – weiter so!
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Dezember 25, 2007
Es soll ja Menschen geben, die der Meinung sind, daß ein Besuch im Harz langweilig sein müsse. Möglicherweise handelt es sich dabei um solche Menschen, die entweder noch nie oder schon lange nicht mehr im Harz waren oder aber sogar das Pech hatten, zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen zu sein. Gegen alle drei Fälle kann man etwas tun. Nun ist es natürlich unmöglich, die Interessen aller Leute gleichzeitig zu berücksichtigen. Dafür sind diese zu verschieden, oft sogar widersprüchlich. Aber so schlimm ist das alles gar nicht, denn der Harz ist sehr vielseitig und kann – entsprechende Informationen vorausgesetzt – tatsächlich (fast) jedem das bieten, was er möchte.
Normale Touristen-Informationen, egal ob im Web oder im „real life“, orientieren sich am Massengeschmack und präsentieren vorwiegend nur dementsprechende Orte und Attraktionen. Das kann kein Vorwurf sein, denn kommerzielle Interessen sind selbstverständlich wichtig, nicht zuletzt auch für eine Region wie den Harz. Allerdings entwerfen sie ein Bild, welches längst nicht die gesamte Vielfalt zeigt, sondern nur die immer gleichen Ausschnitte.
Es gibt eine Webseite zum Harz, die nicht nur anders sein will, sondern dies auch ist. Dort erfahren Sie zwar auch in aller Ausführlichkeit, was Sie über die großen Attraktionen und Events im Harz wissen sollten, aber das ist längst nicht alles.
Wenn Sie sich u.a. für ungewöhnliche Naturerscheinungen, geheimnisvolle Relikte aus der Vergangenheit, historische Ereignisse allgemein, wirklich einmalige Veranstaltungen und Orte, mystische Erscheinungen interessieren oder einfach nur etwas kennenlernen wollen, was der großen Masse der Harzbesucher entgeht, dann sollten Sie sich zu einem Besuch der Webseite harzlife.de entschließen.
Ihr Kontakt zu harzlife.de:
Frank Mikolajczyk, Bogenweg 1, 38889 Blankenburg, Germany
E-Mail-Adresse: f r a n k (at) m i k o l a j c z y k . d e
FAX: (+49) 018 0355 1823 660
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