Bergbauteiche und Wassergräben im Harz

Über viele Jahrhunderte hinweg war der Bergbau der alles dominierende Wirtschaftszweig im Harz. Der untertägige Abbau von Erz und dessen anschließende Aufbereitung waren sehr energieintensiv – und Energie war zu allen Zeiten knapp und teuer. Nur Wasserkraft stand im Harz überhaupt in ausreichender Menge zur Verfügung, um den Energiehunger der Erzgruben zu stillen. Da das Wasser aber naturgemäß meist nicht im erforderlichen Umfang und am richtigen Ort vorhanden war, mußte es gespeichert und transportiert werden können. Aus diesem Grund wurden im Oberharz zahlreiche Stauteiche, Wassergräben sowie unterirdische Wasserleitungen erbaut. So entstand im Laufe der Zeit ein einzigartiges Wasserverbundsystem, welches heute unter dem Namen „Oberharzer Wasserregal“ bekannt ist. Ein großer Anteil dieser meist mehrere hundert Jahre alten wasserwirtschaftlichen Anlagen ist bis heute funktionstüchtig. Die Erhaltung dieser denkmalgeschützten Bauwerke haben sich die Harzwasserwerke zur Aufgabe gemacht.

Voraussichtlich im Sommer 2009 wird das Kulturdenkmal „Oberharzer Wasserregal“ in die Weltkulturerbeliste der UNESCO aufgenommen. Wenn Ihr Interesse geweckt wurde, können Sie hier mehr erfahren über das Verbundsystem aus alten Bergbauteichen und Wassergräben im Harz.

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